Der Stuhl neben dem Holzkochherd

Verbesserung der Mahlzeiten und der Hygiene

Für etwa 800 CHF können wir dank ihren grosszügigen Spenden einer Familie, welche im kalten Hochland der Anden wohnt, einen Holzkochherd einbauen. Derartige multifunktionale Holzkochherde, welche zugleich auch als Heizung dienen, waren bisher hier nicht im Einsatz. Unser Partner in Ecuador, der FEPP (Fondo Ecuatoriano Populorum Progressio) hat diese Konstruktion entwickelt. Früher wurde von den Frauen eine völlig andere Kochtechnik angewendet. Im Wohnraum, der zugleich als Küche dient, wurde ein grosses Feuer entfacht und man brachte so das Gericht in einem Kochtopf in möglichst kurzer Zeit zum Kochen. Dies war mit starker Raucherzeugung verbunden. Die negativen Folgen für die Gesundheit der Familien sind bekannt. Die neuen Holzkochherde verlangen eine andere Technik. Das Kochgut kann nun sachte zubereitet werden, der Raum wird nicht mehr mit Rauch belastet und nebenbei wird er auch erwärmt. Wir wussten nicht, wie diese Umstellung aufgenommen wird und sind deshalb schrittweise vorgegangen, indem wir in Pilotprojekten vorerst nur bei einzelnen Familien Holzkochherde einbauten, um sicher zu sein, dass diese auch entsprechend genutzt werden. Die Reaktionen waren durchwegs positiv. Dass wir richtig lagen, zeigt sich klar dadurch, dass unser Partner und wir bei unseren jährlichen Projektreisen viele Anfragen von Familien erhielten, welche nun ebenfalls sehr gerne einen neuartigen Holzkochherd haben wollen. Die Familien hatten erfahren, dass ihnen ein eingebauter Herd mit Kamin hilft, Brennholz zu sparen und ihre Gesundheit zu schützen sowie ihnen ermöglicht, bequemer und besser zu kochen und zugleich das Haus zu beheizen.

dempel
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