Cui MeerschweinchenAuf der Projektreise der Stiftungsräte werden diese als Dank für die Hilfe aus der Schweiz immer wieder zum Essen eingeladen. Eine Gelegenheit bot sich, als Peter Hobi und Markus Schmid wegen einem Wasserprojekt nach Cutzatahua gelangten. Es handelt sich um ein Gebiet, in dem sehr viel Gemüse angebaut wird. Die Gemeinschaft möchte endlich über Trinkwasser in den Häusern verfügen. So versammelten sich Vertreter von über sechzig Haushalten in der alten Schule, um mehr über das geplante Projekt zu erfahren. Und danach wurde die ecuadorianische Spezialität Cuy (Meerschweinchen) serviert. Lesen Sie, was Peter Hobi berichtet.   

Festessen

Festessen CuyBei Festessen in den Bergen Ecuadors wird in der Regel Cuy serviert. Solche Essen laufen stets nach dem gleichen Muster ab. Zuerst werden grosse Bohnen, weisser Mais und Frischkäse auf den Tisch gebracht. Jeder greift sich davon, was er möchte und tunkt seinen Mais oder die Bohnen in die bereitstehende Sauce aus Aji. Diese Knoblauchsauce ist meist unheimlich scharf. Danach kommen gut gewürzte Kartoffeln mit einem halben Cuy obendrauf auf den Tisch. Und jetzt beginnt das grosse Schlemmen. Zumindest von den ecuadorianischen Freunden. Wir hingegen probieren wie man mit dem glitschigen, meist viel zu fettigen Fleisch fertig wird. Das Meerschweinchen wird mit den Händen gegessen. Das ist gar nicht so einfach, weil einem das Tierchen immer wieder aus den Händen gleitet. Man weiss nie, ob man auf Fett, Fleisch oder Knochen beisst. Immerhin, das Fleisch war so faserhaft, dass ich noch zwei Stunden weiteressen konnte auf dem Weg zum nächsten Projekt.

Doggybag

Zum Glück gibt es jeweils auch Plastiksäcke, in die man alles, was man nicht essen möchte, verstecken kann. Diese verteilt man beim Hinausgehen an die anwesenden Kinder oder Erwachsenen, die sich unheimlich an den Cuyes freuen. Es wäre eine sehr unhöfliche Geste, wen man das Meerschweinchen einfach im Teller stehen lassen würde.

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